1/4-Stelle Koordination Refugee Law Clinic Hamburg

An der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg ist ab sofort die Stelle
einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit entspricht 25 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit. Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Die Befristung ist bis Oktober 2018 vorgesehen.

Aufgaben:
Die Aufgaben liegen insbesondere in der organisatorischen Betreuung der Refugee Law Clinic. Gleichzeitig besteht Gelegenheit zur Anfertigung einer Dissertation; hierfür steht ein Drittel der jeweiligen Arbeitszeit zur Verfügung.
Die Betreuung der Refugee Law Clinic umfasst die intensive Betreuung der teilnehmenden Studierenden, die Koordination der einzelnen Projektteile, den Kontakt mit der universitätsinternen Verwaltung, die Überwachung von Fristen, die Zusammenarbeit mit Kooperations-partnerInnen aus der asylrechtlichen Praxis und Wissenschaft, die Organisation von Veran-staltungen sowie die Verwaltung und Erhebung der Finanzierung des Projekts im Team.
Außerdem werden im Rahmen der fakultätsinternen Zusammenarbeit Klausuraufsichten im Umfang von derzeit 2,25 LVS pro Semester erwartet.

*Einstellungsvoraussetzungen:*
Einstellungsvoraussetzungen sind der Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums, idealerweise mit dem juristischen zweiten Staatsexamen. Neben der Projekt-Arbeit, muss auf der ausgeschrieben Stelle eine _Promotion_ geschrieben (vorzugsweise in einem thematisch verwandten Thema).
Gewünscht ist ein Wohnsitz in Hamburg oder Umgebung.
Erforderlich sind sehr gute Teamkompetenzen, Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent. Erfahrungen in der ehrenamtlichen Beratungs- oder Flüchtlings-, bzw. Netzwerk-arbeit mit fachlich einschlägigen Organisationen sind ein großes Plus. Zusätzlich sind Kenntnisse der juristisch klinischen Arbeit an der Universität, im Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie von Fremdsprachen und Auslandserfahrung wünschenswert.

Schwerbehinderte haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen/
Bewerbern bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.
Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen
werden im Sinne des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Für nähere Informationen zum Projekt der Refugee Law Clinic Hamburg schauen Sie bitte im Internet unter _www.uhh/rw-rlc_ und _www.rlc-hh.de_. Außerdem steht Ihnen Frau Heuser für weitere Details zu der Stelle zur Verfügung: 040-428382380 Mo.-Mi. 11-15 Uhr.
Bitte senden Sie Ihre Unterlage mit den üblichen Unterlagen (Bewerbungsschreiben,
tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse) bis zum _01.03.2017 _an:

rlc-team@uni-hamburg.de

oder

Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft
Refugee Law Clinic
z.Hd. Helene Heuser, MA
Rothenbaumchaussee 33
20148 Hamburg

Die Abschlussfeier der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte am 13. Januar 2017

Die Law Clinic Grund- und Menschenrechte der Humboldt-Universität zu Berlin (HLCMR) hat auch in diesem Jahr ihre Absolventinnen und Absolventen mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung verabschiedet. Am 13. Januar 2017 fanden sich im Senatssaal der HU ungefähr fünfzig Gäste zusammen, sowie die Teilnehmer_innen des 7. Zyklus der Law Clinic 2015/2016. Dr. Anja Schmidt, kommissarische Leiterin der Clinic, eröffnete den Abend mit einer Rede über die Bedeutung einer grund- und menschenrechtlichen Ausbildung an der Universität und betonte, dass sich die Clinic von jeher auf der Seite derjenigen positioniert, die ausgeschlossen und marginalisiert werden.

Anschließend sagte Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Humboldt-Universität zu Berlin in ihrem Grußwort, dass die Law Clinic Grund- und Menschenrechte längst zu einem festen Bestandteil guter und vielfältiger Lehre an der Universität geworden sei. Der Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Christian Waldhoff, würdigte in seinem Grußwort die Wichtigkeit einer Auseinandersetzung mit menschenrechtlichen Fragen, wie sie in der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte stattfinde.

Alle Fotos: Ralph Bergel, HU Berlin

Dr. Miriam Saage-Maaß, stellvertretende Direktorin des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), und gemeinsam mit Wolfgang Kaleck Preisträgerin des Hans Liten-Preises der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. 2016, sprach in ihrer Keynote-Speech zu „Unternehmen vor Gericht – globale Kämpfe um die Menschenrechte“. Dabei sagt sie, dass es nicht gut bestel
t sei um die Weltwirtschaft und schlägt im Folgenden einen Bogen von massenhaften Streiks in Bangladesch, die unmittelbar zu Verhaftungswellen führten, hin zur Verseuchung des Nigerdeltas. Recht und die Durchsetzung von Recht sei auch immer Ausdruck von Machtverhältnissen und würde dazu dienen, den Status Quo abzusichern. Sie führt weiter aus, dass während auf der einen Seite Schiedsgerichte, Bestechlichkeit der Beamten oder auch Investitionsschutzabkommen den Unternehmen den Rücken freihalten und
vor drohenden Gewinnverlusten schützen, auf der anderen Seite Menschen, die beispielsweise durch Umweltverschmutzungen ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, nur der einfache Rechtsweg bleibt. Dennoch seien Menschenrechte nicht so schwach wie gerne behauptet werde. Sie schließt mit der Einschätzung, dass Recht auch Freiräume schaffe und Verfahren zu Orten der Gegenhegemonie werden können.

Sowohl die Haftbarmachung transnationaler Unternehmen als auch geschlechtsspezifische Fragestellungen sind seit der Gründung der HLCMR kontinuierliche Themen und so stellten die Projektpräsentationen der beiden Studierenden-Teams des siebten Zyklus einen wohl repräsentativen Einblick in die Arbeit der Clinic dar: Paulien Schmid stellte das gemeinsam mit Buyandelger Tsogtsaikhan bearbeitete Projekt zu geschlechtsspezifischen Perspektiven auf die Feminisierung der Textilindustrie in Bangladesch und auch auf den rechtlichen Umgang damit vor, das in Kooperation mit dem ECCHR entstanden war. Johanna Jaspersen präsentierte die Ergebnisse des Projekts, das in Zusammenarbeit mit Lydia Ruffert und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung unter dem Titel „Die Inter*sensibilität der Yogyakarta-Prinzipien“ entstand. Sie stellte sich zehn Jahre nach ihrer Verkündung (?) die Frage, ob die Prinzipien, von führenden Menschenrechtler_innen geschrieben um existierende Menschenrechte LGBTI*-sensibel auszulegen, auch in der Lage seien, die spezifische Situation von intersexuellen Menschen zu adressieren. Neben diesen beiden Projekten hatten im Rahmen des siebten Zyklus insgesamt 23 Studierende mit zahlreichen Projektpartnern zu zwölf verschiedenen Themen gearbeitet: Zu den aus der UN-Kinderrechtskonvention ableitbaren Rechten von Trans*Kindern, zu Beschwerdemöglichkeiten von Kindern gegen Diskriminierung an Schulen sowie zu Beschwerdestellen für Polizeiverhalten. Es war um Barrierefreiheit im Gesundheitswesen und um die Rechte geflüchteter Menschen in Berlin gegangen, um das Rechtshindernis der Immunität von Diplomat_innen und Konsul_innen und um das Problem der Nicht-Anerkennung von Berufsabschlüssen.

Einige der Schriftstücke sind in den letzten Wochen in der Reihe der Working Paper der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte veröffentlicht worden. So z.B. eines mit dem Titel BACK ME UP! Rights of Trans Children under the Convention on the Rights of the Child, das in Kooperation mit Transgender Europe entstand.

Die Veranstaltung schloss mit der Verleihung der Zertifikate an die Absolvent*innen des Zyklus 2015/2016. Die (teilweise ehemaligen) Mitarbeitenden der HLCMR Juana Remus, Doris Liebscher, Karina Theurer und Katharina Bager nutzten die Gelegenheit der Übergabe zur Nennung der Projektpartner und Titel der Schriftstücke.

Der Abend klang aus bei einem informellen Get-together mit Wein, Häppchen und Ideen für weitere Projekte und Kooperationen.

Abschlussfeier des Zyklus 2015/16 am 13.01.2017

23 Studierende haben im Herbst 2016 den einjährigen Zyklus der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte mit der Einreichung ihrer Schriftstücke erfolgreich abgeschlossen. Seit nunmehr sechs Jahren bilden wir in enger Kooperation mit Partner_innen aus der Praxis Studierende in menschen- und antidiskriminierungsrechtlicher Fallarbeit aus. Dies möchten wir gemeinsam mit Ihnen gebührend feiern. Die Festveranstaltung findet statt

am 13. Januar 2017 um 18.00 Uhr
im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin.

Neben der Eröffnungsrede von Dr. Anja Schmidt (kommissarische Leiterin der HLCMR) werden Prof. Dr. iur. Eva Inés Obergfell (Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. Christian Waldhoff (Dekan der Juristischen Fakultät) Grußworte zum Auftakt der Veranstaltung halten.

Dr. Miriam Saage-Maaß (ECCHR) wird in ihrer Keynote Speech „Unternehmen vor Gericht − globale Kämpfe um die Menschenrechte“ einen Einblick in diese hochaktuelle Thematik geben.

Zudem werden die Studierenden des siebten Zyklus der HLCMR ihre Projekte vorstellen und ihre Zertifikate erhalten.

Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 19. Dezember 2016 per E-Mail an lawclinic@rewi.hu-berlin.de.

09.12.16 – Humboldt Ferngespräch Extra „Zwischen globalem Denken und neuen Grenzen – wohin steuert die Universität?

Aus Anlass des diesjährigen Internationalen Tages der Menschenrechte wird am 09.12.2016 um 14:30 Uhr das Humboldt Ferngespräch Extra „Zwischen globalem Denken und neuen Grenzen – wohin steuert die Universität?“ stattfinden.

Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer, LL.M., Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Jonas und Dr. Nil Mutluer u.a. folgende Fragen: Was wird die Position von Universitäten in einer Zeit sein, in der Meinungsfreiheit und -vielfalt in der Defensive scheint oder gar offen zur Disposition gestellt wird? Welche Bedeutung kommt ihnen zu, z.B. angesichts wissenschaftskritischer populistischer Bewegungen, der Diskussion um neue Grenzen und konkreter Unrechts- und Gewalterfahrungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit? Welche Rolle können, welche Rolle sollen Universitäten in gesellschaftlicher Verantwortung übernehmen?

Während des anschließenden Empfanges werden sich die Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte und andere themenbezogene HU-Projekte in lockerer Atmosphäre an Stehtischen vorstellen.

Nähere Informationen finden Sie hier.

07.12.16 – Veranstaltung anlässlich des Tages der Menschenrechte 2016

Anlässlich des Tages der Menschenrechte 2016 findet am 07. Dezember 2016 um 18 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität eine szenische Lesung statt. Studierende der Juristischen Fakultät lesen aus „Die Ermittlung“ von Peter Weiss. Im Anschluss diskutieren im Podium Prof. Dr. Martin Heger, Prof. Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, RA Staatssekretärin a.D. Gabriele Töne und  Prof. Dr. Gerhard Werle zum Thema „Die Auschwitzprozesse und Fritz Bauer“.

Das Programm finden Sie hier.

18.11. Verleihung Anna Seghers Preis an mexikanischen Schriftsteller Yuri Herrera

Am 18. November 2016 wird in der Akademie der Künste am Pariser Platz ab 19.00 Uhr der diesjährige Anna Seghers Preis an den mexikanischen Schriftsteller Yuri Herrera verliehen. Zweck der Stiftung sowie der Auszeichnung soll im Sinn der ins Exil gegangenen sozialkritischen und sozial engagierten deutschen Schriftstellerin die Förderung und Stärkung sozialkritischer Literatur sein. Yuri Herrera schreibt kritisch hinterfragend und sozial intervenierend auf ästhetisch hervorragende Weise über die gegenwärtige Gewalt in Mexiko.

Das Programm finden Sie hier.

Queering Justice am 5.11.16 – Eine Veranstaltung des ECCHR

Queering Justice
Reading, screening, and exchange with
:
Katherine Franke, Director, Center for Gender and Sexuality Law, Columbia University, and Board Chair of the Center for Constitutional Rights (CCR) in New York
Dr. Emilia Roig, expert in intersectional discrimination, postcolonial studies and critical race theory
Moderated by Allison Wes

http://www.suedblock.org/wp/2016/queering-justice-am-5-11-16/

Neue Website gegen „Lebensschützer“

www.fuer-das-leben.de enthält Informationen und Argumente zu verschiedenen Themen der sog. Lebensschutz-Bewegung – darunter Familienbilder, Geschlechterrollen, Sterbehilfe, Abtreibung, Pränataldiagnostik usw.

Die Seite ist absichtlich in einer „neutralen“, „menschelnden“ Ästhetik gehalten, die sich an die Ästhetik der selbst ernannten Lebensschützer anlehnt. Denn sie richtet sich vor allem an Jugendliche, die sich bisher wenig mit diesen Themen beschäftigt haben, sich selbst als humanistisch oder sogar christlich verstehen.

Bitte teilt und verlinkt die Seite, um im Google Ranking weit nach vorne zu kommen, um auch Menschen, die auf der Suche nach Informationen zu diesen Themen sind, eine Alternative zu den „Lebensschutz“-Seiten zu bieten.