Nach 10 Jahren AGG: Schutz noch nicht ausreichend

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) spricht sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes für eine Reform des Gesetzes aus. Sie stützt sich dabei auf Ergebnisse eines unabhängigen Evaluierungsgremiums. Demnach müssten Schutzlücken geschlossen werden, damit Menschen wirksamer gegen Diskriminierung vorgehen können.

Die Evaluation findet sich hier.

Der aktuelle Zyklus der HLCMR bei Freshfields

HLCMR FreshfieldsDie Teilnehmenden des aktuellen Zyklus der HLCMR in luftiger Höhe. Thematisch diskutierten die Teilnehmenden mit den Anwält_innen in diesem Jahr zu Rechten von Trans*kindern sowie Compliance und Risk Management im Bereich Business & Human Rights. Wir bedanken uns für die Unterstützung und freuen uns über die Fortsetzung der anregenden Kooperation mit Freshfields Bruckhaus Deringer!

Tagung „Strategic Litigation“ am 24.06.2016

Am 24.06.2016 veranstalteten die Humboldt Law Clinics eine Tagung zum Thema „Strategic Litigation“.  Strategische Prozessführung zielt nicht nur darauf, Kläger_innen zu Ihrem Recht zu verhelfen. In speziell ausgewählten Verfahren versuchen die Beteiligten vielmehr, politische, wirtschaftliche oder soziale Veränderungen anzustoßen und das Recht über den Einzelfall hinaus fortzubilden.

Auf dem Panel der HLCMR diskutierten zum Thema „Adressing Individual, Political and Community Interests when Litigating Human Rights Cases“:

Tarek Naguib, Zentrum für Sozialrecht, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Adam Weiss, LL.M. (KCL), Legal Director, European Roma Rights Center

Nomzamo Zondo, Director of Litigation, Socio-Economic Rights Institute of South Africa (SERI)

Moderation: Dr. Sarah Elsuni, Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte

 

 

Umfrage der ADS: Knapp jede dritte Person hat Diskriminierung erlebt

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierung erlebt. Das ist ein zentrales Ergebnis der umfassenden Erhebung „Diskriminierung in Deutschland“, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt hat.

Die komplette Studie finden Sie hier.

Tagung „Praxen der Rechtskritik“

Vom 7. bis 9. April 2016 findet an der Humboldt-Universität zu Berlin die Tagung „Praxen der Rechtskritik“ statt. Das ausführliche Programm und das Anmeldeformular sind nun online.

Diese Tagung nimmt Praxen der Rechtskritik in ihren verschiedenen Dimensionen in den Blick, vom Kritikbegriff in der Rechtswissenschaft über kritische Interventionen und Praxen in der Universität bis zur Rechts-, Gerichts- und Beratungspraxis im engeren Sinne. Ein Vortrag, zwei Podien und 18 Panels widmen sich diesen grundlegenden Fragen und fokussieren verschiedene Rechtsbereiche und kritische Perspektiven, vom NSU-Prozess über feministische Rechtskritik, Erledigungsdruck bei Gericht, Arbeits- und Flüchtlingsrecht bis zu den Menschenrechten, dem transnationalen und dem EU-Recht, von Rassismus und Datenschutz zur Theorie des Rechts.

Die Tagung wird veranstaltet von der Kritischen Justiz (KJ), dem Republikanischen Anwältinnen und Anwälteverein (RAV), dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), dem Bundesarbeitskreis kritischer Juragruppen (BAKJ), der Neuen RichterInnenvereinigung (nrv), der Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ), der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte (HLCMR), Forum Recht und Netzpolitik.org.

Workshop der Humboldt Law Clinic am 14./15. Januar 2016: „Lernen an echten Fällen – Law Clinics als fachübergreifendes Lehrkonzept“

Am 14./15. Januar 2016 Uhr veranstaltet die Humboldt Law Clinic einen Workshop zum Thema „Lernen an echten Fällen – Law Clinics als fachübergreifendes Lehrkonzept“. Dazu möchten Frau Prof. Dr. Augenhofer, LL.M. (Yale), Frau Prof. Dr. de la Durantaye, LL.M. (Yale) und Frau PD Dr. Wapler, Leiterinnen der Humboldt Law Clinic, Sie herzlich einladen.

Dieser Workshop ist der erste einer Workshop-Reihe, die von fünf im Qualitätspakt Lehre (QPL), geförderten Hochschulen im Auftrag des BMBF zum Thema „Studium und Berufswelt“ im Frühjahr 2016 ausgeführt wird.

Mit diesem Workshop möchte die Humboldt Law Clinic die Besonderheiten und Möglichkeiten berufsbezogener Ausbildungsformate am Beispiel der „Law Clinics“ diskutieren. Hiermit soll ein Raum für den Austausch zum Praxisbezug in der Hochschulbildung geschaffen werden.

Am ersten Workshop-Tag werden praxisbezogene Lehrkonzepte anhand der drei Stränge der Humboldt Law Clinic vorgestellt. Dabei wird auf die interdisziplinären Anknüpfungspunkte und Ziele dieses Ausbildungsprogramms eingegangen. Dies dient dann als Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion am Nachmittag des 14. Januars zur Frage, ob die Universität als ein Ort der Praxis verstanden werden kann (oder sollte). Dazu haben wir ExpertInnen unterschiedlicher Disziplinen und Gremien eingeladen.

Die Teilnehmenden anderer Hochschulen sind am ersten Tag eingeladen worden Ihre (nicht HU-)vergleichbaren Projekte im Poster-Format vorzustellen.

In fünf parallellaufenden Sessions werden am zweiten Workshop-Tag verschiedene interdisziplinäre Clinics aus dem In- und Ausland sich vorstellen und mit dem Teilnehmenden die Übertragbarkeit des Clinic-Konzepts auf Projekte anderer Disziplinen erarbeiten.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Projektpartnern der Humboldt Law Clinic wird der Transfer von der Universität in die Gesellschaft behandelt und der Frage nachgegangen, welchen gesellschaftlichen Mehrwert berufsbezogenen Lehrkonzepte bieten können. Wie können Universität und Gesellschaft besser zusammen arbeiten, um dem bestehenden Bedarf nach solchen Ausbildungsformaten effektiv nachzukommen?

Im Anschluss an den ersten Workshop-Tag gibt es die Möglichkeit, sich gemeinsam bei einem Abendessen auszutauschen.

Link zum Programm

Um Anmeldung zum Workshop bis zum 08. Januar 2016 wird gebeten unter: cristina.martinasensio@rewi.hu-berlin.de

Frischer Wind an den juristischen Fakultäten – Jubiläumsfeier der HLCMR

Wolfgang Kaleck schreibt im aktuellen Beitrag seines ZEIT ONLINE-Blogs Recht subversiv über Law Clinics und die Rolle von Menschenrechten in der juristischen Ausbildung.

Dieser Beitrag entsteht vor dem Hintergrund der Jubiläumsfeier der HLCMR, im Laufe derer Eva Maria Andrades, Susanne Baer, Manfred Nowak und Wolfgang Kaleck im zweiten Teil der Veranstaltung auf dem Podium diskutierten. Wolfgang Kaleck berichtete hier von seiner juristischen Ausbildung und der Arbeit am ECCHR, Projektpartner der HLCMR.

Hier findet sich ein weiterer Blick auf die Jubiläumsfeier auf dem GRUNDUNDMENSCHENRECHTSBLOG und hier die englische Version des Beitrages von Wolfgang Kaleck.