Thementag Inter*geschlechtlichkeit – Kämpfe, Reformen, Reformbedarf

10-18 Uhr. Unter den Linden 6, Raum 2249a.

Sechs Jahre ist es her, dass die Anti-Folter-Kommission der Vereinten Nationen die geschlechtszuweisenden Operationen an inter*geschlechtlichen Minderjährigen als Verstoß gegen die Anti-Folter-Konvention bewertet hat. Was hat sich seither in Deutschland getan um die rechtliche Situation inter*geschlechtlicher Kinder und Erwachsener zu verbessern? Nachdem 2013 mit § 22 Abs. 3 PStG für inter*geschlechtliche Kinder die Möglichkeit geschaffen wurde, den Geschlechtseintrag im Geburtenregister offen zu lassen, wurde nun eine Verfassungsbeschwerde eingereicht, um die gesetzliche Anerkennung einer dritten rechtlichen Geschlechtsoption zu erreichen. Obwohl Inter*geschlechtlichkeit zunehmend in öffentlichen Debatten thematisiert wird und sich Handlungsappelle an die Legislative häufen, zeigt eine Studie von 2016, dass die Anzahl der Operationen an inter*geschlechtlichen Minderjährigen in Deutschland nicht abnimmt. Aus diesem Anlass soll der rechtlichen Situation inter*geschlechtlicher Menschen zu Beginn der neuen Legislaturperiode ein Thementag gewidmet werden. Er soll genutzt werden, um rechtliche Herausforderungen inter*geschlechtlicher Menschen aus verfassungsrechtlicher, strafrechtlicher, personenstandsrechtlicher sowie gender-theoretischer Perspektive zu beleuchten.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 20. November 2017 an hami.le@rewi.hu-berlin.de und würden uns sehr über Ihr Erscheinen freuen. Zum Programm Weiterlesen

Veranstaltungshinweis: Junges Forum Rasse und Recht

Das „Junge Forum Rasse und Recht: Französische und deutsche Querschnittsperspektiven“, organisiert vom Marc-Bloch-Zentrum in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, dem Law and Society Institute an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Collège doctoral Franco-allemand en droit public comparé européen, wird vom 19. bis 20. Oktober 2017 in Berlin stattfinden. Ziel dieses Kolloquiums ist es, junge WissenschaftlerInnen mit Forschungsschwerpunkt in der Rechtswissenschaft sowie auch der Soziologie, Philosophie, Kultur- oder Politikwissenschaft zusammenzubringen.

Link zum Programm: http://www.juwiss.de/wp-content/uploads/2017/10/Junges-Forum-Race-and-Law-Programme.pdf

Veröffentlichung: Immunität von Diplomat_innen als Hindernis der Rechtsdurchsetzung für Hausangestellte

Lara Sumski und Soraia Da Costa Batista, Teilnehmerinnen des 7. Zyklus der HLCMR, beschäftigten sich im Rahmen Ihres Projektes mit der „Immunität von Diplomat_innen und Kosul_innen als Hindernis für Hausangestellte beim Zugang zur deutschen Gerichtsbarkeit

Das aus diesem Projekt entstandene Paper in Kooperation mit Ban Ying e.V. – Koordinations- und Fachberatungsstelle gegen Menschenhandel wurde veröffentlicht und ist hier (PDF) abrufbar.

Betreut wurde das Paper vonseiten der HLCMR von Juana Remus und Karina Theurer.

Publikation: Den NSU-Komplex analysieren – Aktuelle Perspektiven aus der Wissenschaft

Fünf Jahre nach der Entdeckung des NSU sind die Ereignisse noch immer nicht vollständig aufgeklärt – auch die wissenschaftliche Analyse des NSU-Komplexes hat erst begonnen.

Der Sammelband zu unserer interdisziplinären Tagung „Blinde Flecken“ ist nun im transcript Verlag erschienen!

Die Beiträge des Bandes stellen Ergebnisse aus aktuellen soziologischen, kulturwissenschaftlichen, linguistischen sowie politik- und rechtswissenschaftlichen Forschungen vor.

Etablierte Stimmen wie Mechtild Gomolla und Ulrich K. Preuß sind ebenso vertreten wie neuere Stimmen aus der Rassismus- und Migrationsforschung und dem Recht. Sie präsentieren innovative Konzepte und internationale Perspektiven zur Erforschung zentraler Aspekte des NSU-Komplexes – darunter institutioneller Rassismus, migrantisch situiertes Wissen, Ausnahmezustand und Collusion.

Working Paper Nr. 14 veröffentlicht: Wen schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz?

Neu erschienen in unserer Working Paper-Reihe:

Wen schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz? Analyse der Diskriminierungskategorien „Rasse“ und „ethnische Herkunft“ von Alexandra Heiter und Lena Mobers, Teilnehmerinnen des 6. Zyklus der HLCMR.

Das Working Paper wurde betreut von Doris Liebscher in Kooperation mit dem Antidiskriminierungsnetzwerk des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB).

13./14.Juli – Tagung TU Berlin: Versicherheitlichung der Gesellschaft. Queer-Feministische und rassismuskritische Perspektiven

Gemeinsame D-A-CH-Tagung 2017 der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS, der Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung der ÖGS und dem Komitee Geschlechterforschung der SGS.

Über folgenden Link gelangen Sie zum Programm und zur Anmeldemaske für die Registrierung:

http://www.frauen-undgeschlechterforschung.de

 

„11 Jahre AGG – gewerkschaftliche Anforderungen an gelebte Vielfalt in der Arbeitswelt“

7. Juli 2017

Ver.di und die Friedrich Ebert Stiftung (FES) laden an diesem Tag herzlich zum 20. Gender Fachdialog

Unter anderen haben Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, sowie Monika Brandl, Vorsitzende des ver.di Gewerkschaftsrates ihr Kommen erfreulicherweise zugesagt.

Veranstaltungsort ist die ver.di Bundesverwaltung in Berlin.

Anmeldung unter: http://www.fes.de/lnk/2wf